Die Beziehungen von Staaten des Nahen Ostens zu Israel reichen von formellem Frieden bis zu offener Feindseligkeit. Diese Übersicht erfasst öffentliche zwischenstaatliche Beziehungen. Sie behandelt Verträge, Normalisierungsabkommen, Botschaften und Verbindungsbüros. Außerdem vermerkt sie offizielle Weigerungen, Beziehungen aufzunehmen. Öffentliche Meinung und geheime Zusammenarbeit liegen außerhalb ihres Rahmens.
Mit Stand vom 19. April 2026 haben Ägypten und Jordanien Friedensverträge mit Israel. Die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Marokko unterhalten auf Grundlage der Abraham-Abkommen öffentliche Vertretungen. Sudan unterzeichnete die Erklärung zu den Abraham-Abkommen, baute aber keine Beziehungen desselben Niveaus auf. Riad knüpft ein künftiges Abkommen weiterhin an einen Weg zu einem palästinensischen Staat.
Formelle Friedensverträge: Ägypten und Jordanien
Ägypten und Israel unterzeichneten am 26. März 1979 einen Friedensvertrag. Jordanien und Israel unterzeichneten ihren am 26. Oktober 1994. Beide Abkommen sind weiterhin in Kraft. Das UN-Peacemaker-Archiv enthält den ägyptisch-israelischen Vertrag und den israelisch-jordanischen Vertrag.
Staaten der Abraham-Abkommen mit aktiven öffentlichen Beziehungen
Die Abraham-Abkommen schufen eine zweite Gruppe öffentlicher Beziehungen.
Die Vereinigten Arabischen Emirate und Israel unterzeichneten einen Vertrag über Frieden, diplomatische Beziehungen und vollständige Normalisierung. Nach israelischen Angaben wurde die Botschaft in Abu Dhabi im Juni 2021 eröffnet. Damit bestehen sowohl ein unterzeichneter Vertragstext als auch eine öffentliche Vertretung.
Bahrain unterzeichnete eine Erklärung über Frieden, Zusammenarbeit sowie konstruktive diplomatische und freundschaftliche Beziehungen. Israel unterhält dort eine öffentliche Vertretung. Israelischen Unterlagen von Anfang 2026 zufolge empfingen Bahrains Kronprinz und Premierminister einen neuen israelischen Botschafter.
Das Abkommen Marokkos hat eine andere Form. Sein Haupttext ist eine gemeinsame Erklärung mit den Vereinigten Staaten und Israel. Israel betreibt in Rabat ein Verbindungsbüro und keine vollwertige Botschaft. Die israelische Vertretung bezeichnet die Beziehung als Wiederaufnahme früherer Beziehungen.
Sudan ist ein Teilfall, keine gefestigte Beziehung
Sudan unterzeichnete im Januar 2021 die Erklärung zu den Abraham-Abkommen. Eine unterzeichnete Erklärung ist nicht dasselbe wie vollständige Beziehungen. Sudan verfügt nicht über die aktiven Vertretungen und die regelmäßige Zusammenarbeit, die in anderen Fällen zu sehen sind. Sein Prozess bleibt unvollständig.
Die saudische Annäherung ist noch nicht verwirklicht
Die saudische Regierung hat ihre Bedingungen öffentlich dargelegt. Am 7. Februar 2024 erklärte ihr Außenministerium, ohne einen palästinensischen Staat werde es keine Beziehungen geben. Es forderte die Grenzen von 1967 und Ostjerusalem als Hauptstadt. Außerdem verlangte es ein Ende des Krieges in Gaza und den Abzug israelischer Streitkräfte. Formelle saudisch-israelische Beziehungen bestehen nicht.
Was diese Seite behauptet und was nicht
Der formelle Status zeigt nicht, wie gut eine Beziehung ist. Er erfasst auch keine öffentliche Meinung, geheimen Kanäle oder künftigen Abkommen. Die aktuelle Übersicht ist enger. Ägypten und Jordanien haben vertraglichen Frieden. Die VAE, Bahrain und Marokko unterhalten öffentliche Beziehungen. Sudans Prozess ist unvollständig. Riad hat keine formellen Beziehungen zu Israel.