Arabische Armeen eroberten Gaza im 7. Jahrhundert. Die Stadt ging vom christlichen Byzantinischen Reich in die wachsende islamische Welt über. Die Darstellung des römischen Palästina und der arabischen Eroberung bei Britannica beschreibt diesen Herrschaftswechsel.
Gaza wurde zu einer Provinzstadt unter mehreren Kalifaten. Dazu gehörten die Staaten der Raschidun, Umayyaden, Abbasiden und später der Fatimiden. Ein Kalifat war ein großer politischer und religiöser Staat unter der Führung eines Kalifen. Es war keine in Gaza ansässige Lokalregierung. Der Britannica-Überblick zum Kalifat erläutert, wie diese Systeme funktionierten und wohin sich ihre Zentren verlagerten.
Arabisch und Islam gewannen im Laufe dieser Jahrhunderte im öffentlichen Leben an Bedeutung. Dieser langwierige Wandel prägte Sprache, Religion und Gesellschaft der Region. Die palästinensisch-arabische Identität entwickelte sich später aus diesem Umfeld. Sie entstand nicht auf einmal im 7. Jahrhundert, und eine moderne nationale Identität kann nicht einfach in diese frühere Welt zurückversetzt werden.
Die muslimische Herrschaft veränderte Gaza, ohne seine jüdische und christliche Vergangenheit auszulöschen. Diese Gemeinschaften und ihre Verbindungen zum Land blieben Teil der Geschichte. Regierungsform, Sprache und Religion im öffentlichen Leben wandelten sich um sie herum. Die erhaltene Überlieferung beschreibt Gaza als Stadt innerhalb mehrerer Reiche. Sie beschreibt es nicht als Hauptstadt eines unabhängigen Staates namens Gaza.